Die Ahnen und meine Karten

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Sylke Salomon
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Mär 2012 31 14:11

Die Ahnen und meine Karten

Hallo Ihr Lieben,

zwar wird Peter jetzt wieder "abstinken" :roll: ;-) ::breigrins:: - wieder ein Offtopic Thema. Und nein, es hat nichts aber auch garnichts mit Ahnenforschung zu tun -

Am Ende aber doch... (Wieso, erklär ich euch am Schluss meines Beitrags, wenn ichs nicht bis dahin vergessen hab :eek: )

Da wir in unserem Linkverzeichnis die schöne Unterteilung haben:
Linkverzeichnis hier-Hobbys und Leidenschaften unserer Mitglieder.jpg

Will ich das endlich mal für meine Lieblingsbeschäftigung - meinem Kartenbasteln, ausnutzen. Das nicht nur meine "Bilder" leidenschaftslos in der Galerie rumstehen bzw. mein Angebot im Ahnenmarkt jahrelang vor sich hingammelt.

Da inzwischen doch einige von euch mein "Angebot" genutzt haben und ich nicht mehr ganz so feige bin, die Bastelei im Forum vorzustellen, weil das ja eine "Mädchenbeschäftigung" ist und angeblich nur die "Kitschtanten" hinter dem Ofen vorlockt, wie mir mal freundlich von jemandem nahegelegt wurde... - Ich inzwischen auch nicht mehr so unsicher bin, ob meine Karten überhaupt "gut genug" sind um andere mit den Bildern davon zu "bombardieren", was ich ja trotz Feigheit jahrelang schon getan habe, jetzt auch auf FB mit ner eigenen Seite. Sylkes Facebook Grußkartenseite

Hier will ich mal paar Fragen beantworten, die mir schon einige Leute gestellt haben, die mich nicht persönlich kennen und denen ich noch nicht mit "zeigen" zu hause auf den Wecker fallen konnte. ::breigrins::


Um nun was zu den Karten bzw. dem drumrum zu "erklären":
Frage: sind die wirklich selbst gemacht, die sind ja so verpackt als ob sie gekauft wären?

... Das mit den Folietütenverpackungen hab ich mir im Fernsehen abgeguckt (also, Fernsehen bildet manchmal, sogar Werbesendungen, die zwar ihren Ramsch verkaufen wollen, mir aber schon wertvolle Hinweise geliefert haben.) Zwar sind die in den Bastelgeschäften zu teuer, aber wenn ich auf die Oster oder Weihnachtsbastelsendungen bei den Werbesendern warte, bekommt man sie günster, leider muss man dann oft anderen "Schrott" dazu nehmen, weil bei diesen Sendern immer "Koppelgeschäfte" gemacht werden, aber erstens verwurste ich das was ich eigentlich nicht brauche nebenbei mit oder wenn ich richtig Glück habe, ist es ein Koppelangebot mit Kartenpapieren, Kuverts oder Klebematerialien (die es oft gar nicht in den kleinen Bastelgeschäften und auch gar nicht in den Baumärkten gibt - also Dingen die ich sowieso regelmäßig brauche.

So hab ich dann drei Dinge mit einer Klappe geschlagen, hab Hinweise von anderen Bastlern gesehen (die mir oft nützen) hab Material erwischt und muss nicht durch Bastel oder Baumärkte rennen, wo mich das Angebot immer erschlägt, so dass ich ohne einzukaufen wieder zu hause lande, weil ich die Nase voll hab.

Nun zu den Karten die so "nebenbei abfallen", soll nicht abwertend klingen. Um gleich mal ein Beispiel der Schmetterlinge und Vögel zu nehmen die ich grad erst in die Galerie gestell hab NEUE Handarbeiten von Sylke und auch hier: Handarbeiten von Sylke,

21322134diese beiden zB sind mein sog. "Abfall" der beim Kartenpapierkauf entsteht, denn da muss ich zum Papier meist 3D Motive (eben zB die Vögel, Schmetterlinge und Blumen) dazunehmen, weil Einzelpapierkauf viel teuerer ist. Das Pergamentpapier mit dem Golddruck auf dem die 3D Vögel hocken, war mal ein "Spontankauf" weil mir die holländischen schön gestalteten Pergamentpapiermotive so gut gefallen haben. Als ich damit heim kam, hat mein Männe gemeckert und gesagt, die Sachen die du selber machst gefallen mir viel besser als der gekaufte Schiet... Also hat Sylke sie erstmal gar nicht benutzt und oft nur rausgenommen um sie anzuschauen, wenn ich "Einfälle" brauchte. So nehm ich jetzt manchmal diese Teile und drucke mir mit meinem Drucker auf weißes "normales" Pergamentpapier Kopien davon - den Golddruck und das geprägte kann ich natürlich nicht nachmachen, aber ich kann mit einer witzigen Technik wenigstens den Golddruck selbst nachempfinden. Hab ich aber im Moment kein gescanntes Beispiel, das folgt später mal.

Die Schmuckkanten
Schmuckkante einer Karte.jpg
schneide ich mit "Motivscheren", die gibt es wie hier mit runden Bögen, oder Zacken oder weiß der Teufel für Mustern... Die Schleifenbänder hol ich mir im Nähgeschäft als Meterware, die kleinen Stoffrosen sind mal Sonderangebote im Baumarkt gewesen (wo ich auf mein Männe warten musste... Frau guckt sich ja nich gerne Werkzeug an...) und die Messingteile oder Glitzersteine sind aus dem Bastelbedarf und so fummel ich zusammen was mir eben irgendwie gefällt.

Aber meine eigentlichen Lieblingskinder sind diese Karten mit den historischen Motiven:

Die kopiere ich mit dem Drucker auf Fotopapier, bemale sie, streu ein bissel Glitzer drauf oder wie in diesem Fall weißes Samtpuder und dann sehen sie so aus:
2138 Auf der gescannten Karte kommt es nicht so rüber, aber die Blüten sehen nun "plastisch" aus durch das Samtpuder auf der metallicweißen Grundfarbe...
Das ist die Vorlage (also die alte Karte die ich in meiner Sammlung habe):
50Edelweiß zugeschnitten.jpg
Und nun noch mal zum historischen Familiengeschichtlichen Bezug zu meinen Karten:

Angefangen hat das nämlich vor etwa 10 Jahren mit meinem Stiefpapa. Bei dem hab ich so wunderbare uralte Karten gefunden - ein paar davon könnt ihr hier sehen: Teil aus Sylkes historischer Kartensammlung

Da mein Männe von meinem Papa ein altes Ansichtskartenalbum geschenkt bekam, habe ich ihm die alten vergilbten und teilweise angeschimmelten alten Hochzeits und Geburtstagskarten "abgebettelt" die er mit vom Boden brachte, als er mir die leere Familienchronik aus der "Nazizeit" holte. Ich war so dermaßen glücklich über diese alten hübschen Teile, dass ich sie erstmal vorsichtig getrocknet und dann in Fotoalben gepackt habe. Es verging kein Wochenende wo ich und mein Männe uns nicht die alten Karten angeguckt haben und immer was neues drauf entdeckten... Mein Mann sagte, "Schade das es sowas schönes heute nicht mehr gibt"... und ich dachte, eigentlich müsste man die Dinger einfach "nachmachen" das macht bestimmt Spass, gesagt, getan und so entstanden meine ersten Karten:

zB die: 319 entstanden aus der Vorlage: 887

Als dann meine Gesundheit immer schlechter wurde und ich durch die Nebenwirkungen der Medikamente oft nicht mehr "Denken" konnte, habe ich ganz viel Zeit mit ausschneiden von Teilen zugebracht wenn ich keine Ideen zum Karten basteln direkt hatte - gerade als ich noch die Opiate schlucken musste, konnte ich auch nicht mehr kreativ denken... Das hat mir dann aber später geholfen, die ausprobierten Techniken weiterzuentwickeln und für mich zu "perfektionieren" denn nicht alles kann man kaufen - auch heute nicht im goldenen Westen, aber dafür bekomme ich heut alles um es für meine Zwecke "umzuwandeln" z.B. Trittschalldämmung für Laminatböden, die sich wunderbar eignet für doppelseitiges Klebeband aus dem Baumarkt, um damit eigene 3D Klebepads herzustellen, denn im Hobby- und Bastelmarkt ist das dermaßen teuer, dass ich die Karten gar nicht weggeben könnte, weil ich mir die Herstellung einfach gar nicht leisten könnte, seid ich krank bin. Als ich noch arbeiten ging und mehr oder weniger "Gesund" war, hätt ich den teuren Schiet einfach gekauft, nur leider wäre ich nicht zum Basteln gekommen, weil ich dazu die Zeit und den Nerv gar nicht gefunden hätte, wenn ich gegen zwanzig Uhr von Arbeit kam, war ich einfach "breit" und nur noch zum "angucken" von schönen alten Karten zu gebrauchen...

Aber zurück zur "Historie" die Karten meines Papas sind noch teils von seinen Eltern aber hauptsächlich von seinen Urgroßeltern. Leider sind von meinen eigenen Großeltern nur noch wenige dieser alten Exemplare erhalten, da wir in meiner Kindheit oft umgezogen sind und so vieles verschwand, aber auch nach dem Tod meiner Großeltern, als meine Mutti und ihre Schwester "den alten Kram" einfach im Müll entsorgt haben, da könnte ich heute noch manchmal vor Wut heulen, wenn ich dran denke.

Außerdem habe ich noch eine ganz tolle Kartensammlung von Konfirmations und Neujahrskarten von einem ganz lieben Onkel aus Dresden, der sie mir damals schenkte, weil ich so begeistert von der Geschichte Dresdens, seinen Erzählungen und den alten Bildern und Karten war, da bin ich etwa 15 oder 16 Jahre alt gewesen. Diese Karten von Onkel Kurt, waren übrigens sein Erbe von seiner ersten Frau, die aus einem wohlhabenden Haushalt stammte und diese Karten bekam als sie noch ein ganz junges Mädchen war ca. 1900 und die Konfirmationskarten, Jahre davor wahrscheinlich Ende 1890.
Diese leider "wenigen" Karten (für mich damals mein größter Schatz!) die im Gegensatz zu den Karten meines Paps exzellent erhalten sind, ohne Knicke oder Verschmutzungen ohne Schimmel, einfach, als hätte man sie grade im Laden gekauft (wenn die Grüße nicht drauf wären...).

Zusammen mit den Briefen und Karten meines Opas und natürlich meiner unendlich vielen alten gesammelten Fotografien, von Fremden, von meiner Familie und denen meines Stiefpaps, sind das unter anderem die Dinge, die mir die Ahnenforschung überhaupt interessant genug machen, um dran zu bleiben. Zwar ist das "tote Materie" aber sie schafft mir eine Ahnung, dessen was meine Vorfahren, geschaffen, getan oder gedacht haben könnten. Wobei das jetzt erstmal der Schlußpunkt zu meinem Thema sein soll.

Ich wünsch euch allen ein ganz tolles Wochenende, auch wenns bei mir grad regnet, aber dafür zwitschern die Vögel wie verrückt... ;-)
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Liebe Grüße aus Berlin von Sylke

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Sylke Salomon
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Mär 2012 31 14:19

Mein Hobby, das Kartenbasteln...

Mein Männe wird jetzt wieder sagen: Liebe Sylke, viel zu viel geschrieben, das liest doch kein Schwein... ::Veilchen::
Liebe Grüße aus Berlin von Sylke

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Uwe Weigel
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Mär 2012 31 14:39

Re: Was haben den Ahnen mit Karten zu tun???

Keine Panik, Sylke, ab und an liest es mal einer, Kopf hoch und mach weiter so. Auch ich habe schon eine schöne Karte aus deinen Händen erhalten und fand sie echt klasse...
MfG Uwe

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